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Beschwerden

Typische Beschwerden

  1. Periodenstörung (A-/Oligomenorrhoe): Fehlende bzw. unregelmäßige Menstruationsblutung
  2. vermehrte Behaarung nach dem männlichen Verteilungsmuster (Hirsutismus)
  3. Akne
  4. Haarausfall (Alopezie)
  5. Erhöhte männliche Geschlechtshormone im Blut (Hyperandrogenämie)
  6. Polyzystische Eierstöcke
  7. Unerfüllter Kinderwunsch/Infertilität
  8. Übergewicht, Adipositas
  9. Insulinresistenz
  10. Metabolisches Syndrom (Übergewicht, Bluthochdruck)

Langfristige Gesundheitsrisken

Schwangerschaftskomplikationen

Wissenschaftliche Daten zeigen, dass schwangere Frauen mit PCO-Syndrom eine höhere Rate von frühen Fehlgeburten und ein erhöhtes Risiko für eine Blutzuckererkrankung in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes) haben. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Kinder von Patientinnen mit PCO-Syndrom im Vergleich zu Frauen ohne PCO-Syndrom keine erhöhres Missbildungsrisiko haben.

Das PCO-Syndrom ist nicht nur eine Erkrankung der Eierstöcke, sondern kann eine Reihe von anderen Gesundheitsproblemen verursachen. Frauen mit PCO-Syndrom müssen unbedingt über die möglichen Risiken aufgeklärt werden, dementsprechende Vorsichtsmaßnahmen bzw. Untersuchungen sollten gesetzt werden. Ein unbehandeltes PCO-Syndrom kann langfristig folgende gesundheitliche Probleme verursachen.

Fettleibigkeit

Ein PCO-Syndrom ist mit einer langsamen aber stetigen Gewichtszunahme und Fettleibigkeit in ungefähr 50% aller betroffenen Frauen vergesellschaftet. Eine dementsprechende Diät und körperliche Betätigung kann helfen ein normales Körpergewicht zu erreichen bzw. aufrecht zu erhalten.

Gestörte Glukosetoleranz/Insulinabnormalität, Diabetes

Frauen mit PCO-Syndrom haben ein erhöhtes Risiko einen Typ II-Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit, Altersdiabetes) zu entwickeln. Dies betrifft sowohl normalgewichtige als auch übergewichtige Frauen. So haben z.B. im Alter von 40 Jahren, 35% aller fettleibigen Patientinnen mit PCO eine gestörte Glukosetoleranz, 10% dieser Patientinnen entwickeln einen Diabetes mellitus Typ II. Eine gestörte Glukosetoleranz und Diabetes kann mit einfachen Blutuntersuchungen festgestellt werden. Gewichtsverlust, Sport und Medikamente können Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel normalisieren und so einem Diabetets vorbauen.

Herzkrankheiten

Das Vorhandensein von Fettleibigkeit und Insulinresistienz erhöht das Risiko für die Entwicklung eine koronaren Herzkrankheit (Verengung der Arterien und folglich ein verminderten Blutzufluss zum Herzen). Die koronare Herzkrankheit ist der wichtigste Risikofaktor und kann als "Vorstufe" für einen Herzinfarkt angesehen werden. Sowohl Gewichtsabnahme als auch eine Behandlung mit insulin-normalisierenden Medikamenten (Metfromin) kann dieses Risiko minimieren.

Gebärmutterkörperkrebs

Die hormonelle Inbalance beim PCO-Syndrom kann ein persistierendes Wachstum der Gebärmutterschleimhaut verursachen und somit das Risiko für Gebärmutterkörperkrebs erhöhen. Eine Behandlung mit oralen Kontrazeptiva oder Gelbkörperhormon kann eine normale Regelblutung bewirken und somit das Risiko für die Entstehung von Krebs minimieren.

Schlafapnoe

Schlafapnoe, d.h. das Vergessen des Atmens während des Schlafs, wird bei ungefähr 30% aller Patientinnen mit PCO-Syndrom festgestellt. Diese Erkrankung ist mit exzessivem Schnarchen in der Nacht assoziiert, wenn die Atmung wenige Sekunden aussetzt und dann plötzlich wieder einsetzt. Patienten mit diesem Problem berichten über chronische Müdigkeit und Schläfrigkeit bei Tage. Eine Sclafapnoe kann leicht im Rahmen eines Schlaflabors festgestellt werden. Für dieses Zustandsbild gibt es eine Reihe von verfügbaren Therapien. Diese werden in Zusammenarbeit mit Neurologen bzw. HNO-Ärzten durchgeführt,